Der Väteraufbruch ist zu Gast bei Marcus Weinberg

"Für einen Familienrichter ist es wichtig zu wissen, was Bindungen, Bindungsabbrüche und Loyalitätskonflikte für Kinder bedeuten können.“

Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, lud uns am 19.09.2018 zum Gespräch in sein Wahlkreisbüro in Hamburg-Altona ein.
,,Wir sind die Partei, die sich klar für eine bessere Qualifizierung der Familienrichter, der Verfahrensbeistände und der Gerichtsgutachter einsetzt.“

 

Weiter sagt er dazu: ,,Gutachten, die sich mit der Zukunft eines Kindes beschäftigen, müssen höchsten Standards entsprechen.“ Marcus Weinberg macht deutlich: ,,Durch viele Gespräche und Zuschriften habe ich festgestellt, dass auch die Entscheidungen der Jugendämter nicht immer fehlerfrei getroffen werden. Hier müssen wir besser hinsehen. Deshalb haben wir uns in der Union auch in den Koalitionsverhandlungen für eine temporäre, unabhängige Anlaufstelle auf der Bundesebene stark gemacht, bei der Betroffene vertraulich berichten können, wie sie selbst das familiengerichtliche Verfahren oder die Entscheidungen und das Handeln des Jugendamtes erleben. Diese Ergebnisse müssen dann systematisch aufgearbeitet werden.“ Uns interessierte hierzu, wie die systematische Aufarbeitung der Beschwerden bei den Anlaufstellen aussehen soll und ob diese Anlaufstellen auch unabhängig von den Jugendämtern sein werden? Herr Weinberg sagt: ,,Diese Anlaufstelle oder auch Kommission wird natürlich auch unabhängig von den Jugendämtern sein, damit die Seite der Betroffenen objektiv angehört werden kann. Dadurch sollen Schwachstellen empirisch nachvollziehbar aufgezeigt werden, damit wir gesetzgeberisch handeln können. Die genaue Umsetzung wird derzeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgehandelt.“

 

Auch sollten Ombudstellen für Eltern in jeder Kommune der Regelfall sein. ,,Die Idee der Ombudstellen unterstützen wir und drängen darauf. Jedoch liegen diese ganz klar in der jeweiligen Länderkompetenz. Der Bund kann sich deshalb nicht wirklich in die Umsetzung einmischen. Bislang sind nähere Informationen zu den Ombudstellen nicht geklärt.“


Sehr wichtig ist vielen Eltern das Thema Doppelresidenzmodell, beziehungsweise das Wechselmodell. Ein Wechselmodell als gesetzliche Norm wird es mit Marcus Weinberg aber nicht geben. „Ein Kind soll möglichst beide Elternteile regelmäßig sehen und zu beiden ein gutes Verhältnis haben. Das Kindeswohl steht bei der Entscheidung im Mittelpunkt. Es muss immer der Einzelfall betrachtet werden.“ Bei strittigen Eltern, bei denen keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann, geht es darum, das Kind nicht einem ständigen Loyalitätskonflikt auszusetzen.

 

Zu den beiden Modellen ,,Doppelresidenz“ oder das bisher geltende ,,alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht“ war unsere Frage an ihn: Gibt es bei der CDU vielleicht zukünftig noch andere Möglichkeiten, die dem Wohle unserer Kinder dienen? „Grundsätzlich steht es Eltern frei, wie sie sich die Zeit mit den Kindern aufteilen wollen, da gibt es viele Modelle. Die CDU möchte niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat.“ Bei Eltern, die sich nicht einig werden, müssen die Gerichte entscheiden, was im jeweiligen Einzelfall für das Kind das Beste ist. Marcus Weinberg griff in einem seiner Beispiele die schwierige Situation auf, die sich nach einer Trennung einstellt, sollte einer der Elternteile einen Wohnortwechsel vollziehen und daraufhin weit von dem Kind entfernt leben. Wir fragten ihn, was er von der Lösung hält, den Eltern, die wegziehen, die Distanz zum neuen Wohnort einzuschränken? Marcus Weinberg lehnt eine solche Idee außerhalb der bereits geltenden Regelung ab, „weil niemand in seiner Lebensgestaltung von der Wahl seines Wohnortes eingeschränkt werden darf.“ Bei gemeinsamem Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht, sollte ein Wegzug nur im Einvernehmen und, wenn das nicht möglich ist, sollte das Gericht in Abwägung der Rechte und Bedürfnisse aller Beteiligten entscheiden. Dabei ist das Kindeswohl das Leitprinzip."


Wir haben uns über das Gespräch gefreut und möchten uns bei Herrn Weinberg sehr für den aufgeschlossenen Austausch bedanken.

Autor: Christian Peters, September 2018
 

 

Rudern gegen Krebs - eine Aktion unserer Lübecker Kollegen am 8.9.2018

Auch in diesem Jahr wollen wir mit dem "Lübecker Väterboot" zum 7. Mal auf der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“, am Samstag, 08. September 2018 auf dem Elbe-Lübeck-Kanal" teilnehmen. Parallel werden wir auch wieder mit einem Stand auf unsere Situationen und unsere Ziele hinweisen. 

Das Ziel der Veranstaltung ist aber, Krebspatienten mit Hilfe des Sports in ihrer The­ra­pie zu unterstützen. So wird mit dem Erlös der Regatta ein Kurs­pro­gramm für Patienten finanziert. 

Das Boot ist noch nicht voll: Wer möchte, kann zu den Übungsterminen kommen:
Mittwoch, 29. August und 05. September
Jeweils um 18.30 Uhr am Lübecker Ruderklub unter der Possehlbrücke für 1 bis 2 Stunden Training. 

Für den 8. September gilt:
Einfach mal abschalten von den Alltagssorgen und gemeinsam Spaß haben. Wer will, kommt einfach vorbei und feuert das "Lübecker Väterboot" an.
 
 
 
 

 

 

Neujahrsbrunch 2018

Am 20. Januar fand wieder der alljährliche Neujahrsbrunch zum Treffen, Klönen und Schwatzen statt. Diesmal in der Factory in Hasselbrook.

Mahnwache in Buxtehude

Weltkindertag am 20.09.2017

Der Weltkindertag  ist ein in über 145 Staaten der Welt begangener Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Zu diesem Recht gehört auch das Recht auf Mutter und Vater gerade nach Trennung oder Scheidung der Eltern. Zwischen 1999 und 2011 waren etwa zwei Millionen Kinder von Ehescheidungen betroffen. Die Kinder von unverheirateten Paaren nicht mitgerechnet.

    Etwa ein Drittel verliert bereits nach einem Jahr denn vollständigen Kontakt zu einem Elternteil, meist dem Vater. Das liegt u.a. daran, dass die juristische Ausbildung darauf ausgelegt ist einen Gewinner und einen Verlierer zu hinterlassen. Das Problem: Da Kinder von Vater und Mutter abstammen, finden sie sich immer auf der Verliererseite wieder.

Familiengerichte verhängen häufig ein Kontaktverbot für einen Elternteil, damit das Kind zur Ruhe kommen kann. Dabei handelt es sich aber um eine Friedhofsruhe.

Dies zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes:  Leider wählen diffamierte und ausgegrenzte Elternteile nach jahrelangem Weg durch die Instanzen immer wieder den Freitod. Auch wenn wir einen Suizid, nicht zuletzt für die hinterlassenen Kinder, für den allerschlimmsten Ausgang halten, haben wir, der Väteraufbruch für Kinder e.V. (VAfK), am Weltkindertag mit einer Mahnwache vor dem Familiengericht in Buxtehude auf das Recht der Kinder auf beide Eltern aufmerksam gemacht und an unseren verstorbenen Vereinskollegen erinnert.

Seminar am 2. September 2017

Schuldige suchen oder Lösungen finden!

 

 

Einen ganzen Tag mit nur einem Thema füllen, das hatte der Leiter des Seminars ,,Schuldige suchen oder Lösungen finden!“ am Wochenende, den 02. September 2017 auf unterhaltsame Weise uns zeigen können. Hartmut Haas bot uns Wege von Lösungsansätzen an, die für uns betroffene Väter allein schwer zu finden sind. Immer wieder lockerte er durch kleine Anekdoten die Arbeit auf und es gab sogar auch immer wieder lustige Momente in der Gesprächsrunde. Fragen, die einige Teilnehmer seit langen beschäftigen oder sogar der Fall eines Gerichtstermins in der folgenden Woche, all das wurde beim Seminar in den Focus gestellt. Wir bedanken uns für die freundliche Kooperation zwischen dem Bundesvorstand und des Väteraufbruchs in Lübeck. Anbei ein paar Bilder als Impressionen vom Seminar.

Herzliche Grüße von

Christian Peters

Bericht vom Seminar:

Einen ganzen Tag mit nur einem Thema füllen, das hatte der Leiter des Seminars ,,Schuldige suchen oder Lösungen finden!“ am Wochenende, den 02. September 2017 auf unterhaltsame Weise uns zeigen können. Hartmut Haas bot uns Wege von Lösungsansätzen an, die für uns betroffene Väter allein schwer zu finden sind. Immer wieder lockerte er durch kleine Anekdoten die Arbeit auf und es gab sogar auch immer wieder lustige Momente in der Gesprächsrunde. Fragen, die einige Teilnehmer seit langen beschäftigen oder sogar der Fall eines Gerichtstermins in der folgenden Woche, all das wurde beim Seminar in den Focus gestellt. Wir bedanken uns für die freundliche Kooperation zwischen dem Bundesvorstand und des Väteraufbruchs in Lübeck. Anbei ein paar Bilder als Impressionen vom Seminar.

Herzliche Grüße von

Christian Peters

Altonale 19

1. und 2. Juli 2017

An unserem Stand auf der Altonalen 19 in der Rothestrasse konnten wir vielen Kindern mit Luftballons, Freundschaftsbändchen und unserem Angebot eine Holzmedaille zu basteln eine Freude machen. Natürlich haben wir auch den Erwachsenen Fragen zu unsere Vereinsarbeit beantwortet und betroffene Eltern unsere Selbsthilfegruppen empfohlen.

Insgesamt hatten auch wir viel Spass, bei dem ein oder anderen Regenschauer, dem Aufpumpen weißer und blauer Ballons und beim Verteilen unserer Flyer. Nächstes Jahr gerne wieder!

 

Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei allen ehrenamtlichen Helfern die bei der Standbetreuung geholfen haben!

 

 

Bundeshotline

01805 - 120 120

(Anruf aus dem Festnetz 0,14 Cent/Minute,
Tarife aus den Mobilfunknetzen bitte beim jeweiligen Netz-Betreiber erfragen)

Selbsthilfegruppen

​Nächste Treffen:

Bergedorf (1. Mo im Monat)
07.01.2019 um 19 Uhr

04.02.2019 um 19 Uhr

Bramfeld (1. Do. im Monat)

03.01.2019 um 19:30 Uhr

07.02.2019 um 19:30 Uhr

St. Georg (2. Mo im Monat)
14.01.2019 um 19 Uhr

11.02.2019 um 19 Uhr

Eimsbüttel (3. Do im Monat)
20.12.2018 um 19 Uhr

17.01.2019 um 19 Uhr

21.02.2019 um 19 Uhr

Die Gruppe in Eimsbüttel wird vorerst weiter stattfinden.

 

Väteraufbruch für Kinder Landesverein Hamburg e.V.
Bürgerweide 27
20535 Hamburg
Telefon:
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